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Getty Images und die Einbettungsfunktion

Nun ist es also tatsächlich möglich, Getty Images Bilder via Einbettungsfunktion kostenfrei im Rahmen von Blogs, sozialen Netzwerken und editorial Websites zu nutzen.

Davon abgesehen, ob hierbei nun wirklich rein altruistische Motive im Vordergrund stehen oder nicht, möchte ich nachfolgend kurz auf die Folgen für diejenigen eingehen, die ganz am Anfang der Rechtekette stehen – die Fotografen.

Wie bei jeder Nutzung von fremden Bildern ist auch beim Einbetten von Getty-Bildern darauf zu achten, dass eine durchgehende Rechtekette vom Fotografen, über die Agentur, bis hin zum Endverbraucher gegeben sein muss, um Bildmaterial mit ausreichenden Nutzungsrechten zu verwenden. Das bedeutet insbesondere, dass der Fotograf zustimmen muss, dass seine Bilder in den, durch Getty zugegebenen Fällen, kostenfrei genutzt werden können.

Wie bei allen Agenturbildern ist hier darauf zu achten, dass der Fotograf stets sein ok zu Verwendungen gibt, welche die Agentur in seinem Namen mit dem Kunden vereinbart. Es dürfte hier davon auszugehen sein, dass Getty sich diese Erlaubnis bereits mit Unterzeichnung des Vertrages mit den jeweiligen Fotografen hat erteilen lassen. In wieweit es nun bei den Fotografen auf Gegenliebe stoßen mag, dass deren Content in nicht unwesentlichem Umfang verschenkt wird, kann ich an dieser Stelle nur erahnen.

Auf jeden Fall ist es Getty Images ein weiteres mal gelungen, ein Zeichen in der Bildbranche zu setzen und es bleibt mit Spannung zu beobachten, wie andere Agenturen und Stock-Archive auf den Schachzug von Getty Images reagieren und vor allem, ob sämtliche Fotografen bereit sind, diese Praxis mit Ihren Bildern mitzutragen.

 

 

About the Author

Sebastian Deubelli

Seit 2010 als Rechtsanwalt zugelassen berate und vertrete ich nun seit April 2013 mit meiner eigenen Kanzlei vor Allem Kreative rund um rechtliche Fragestellungen zum Medien- und Urheberrecht. Bundesweit. Landshut. Bayern.

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